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Volle Kontrolle in der Komfortzone: Wie Du Deine Kontrollüberzeugung steigerst!

Kontrollüberzeugen steigern und volle Kontrolle erlangen
Veröffentlicht von Kevin Manthey

Schon Dendemann rappte damals über die volle Kontrolle. So hat der kleine Dende bereits die Eieruhr arbeitslos gemacht. Ein Kontrollgefühl ist beste Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Es schafft Freude und Zufriedenheit in deinem Leben. Warum auf andere verlassen oder Umständen die Schuld geben? Nimm es selbst in die Hand und trage die Verantwortung – Übernimm die volle Kontrolle über dein Handeln .

Lerne warum dies nicht nur etwas für Kontrollfreaks ist, für dein Wohlbefinden wichtig ist und welchen Zusammenhang es mit unserer Motivation hat! Außerdem: Wie du deinen Kontrollbereich erweiterst und was du dazu tun musst!

Definition Kontrolle und Komfortzone

Zu Beginn klären wir erstmal die Definition.

Googelst du den Begriff „Kontrolle“ so bekommst du folgende Erklärungen:

  • Herrschaft bzw. Gewalt, die man über jemanden/sich/etwas hat
  • Überprüfung der Umstände
  • Dauernde Überwachung/Aufsicht

Ich denke mit der Definition kann man gut leben. Umgemünzt auf dein Leben bedeutet dies, dass die Gewalt über dein eigenes Handeln in deiner Macht liegt. Du erzeugst dir die Umstände selbst. Nur mit „dauernder Überwachung“ deiner Entscheidungen, hast du die Kontrolle über dein Leben.

Wer nichts kontrolliert, obliegt der Kontrolle Dritter.

Eine Abgrenzung zwischen einem selbstbestimmten und fremdbestimmten Leben. Ersteres ist die deutlich angenehmere Alternative für deinen Lebensweg, oder nicht?!

Als weiterer wichtiger Aspekt deines Kontrollgefühls fungiert die Komfortzone. Sie beschreibt sozusagen das Umfeld, in dem du dich wohlfühlst. Dazu zählt zum Beispiel das Zuhause oder dein Familien- und Freundeskreis. Nachts allein in der Sahara zu sein gehört wohl eher nicht dazu. Außer du bist zufällig Wüsten-Ranger mit jahrelanger Erfahrung.

In diesem Satz steckt viel mehr Wahrheit als es auf den ersten Blick scheint.

Denn deine Komfortzone ist nicht in Stein gemeißelt. Viel mehr ist es das Resultat deines Lebensstils, geprägt von alltäglichen Entscheidungen. Mit Zunahme der Kontrolle über Lebensumstände erweiterst du deine Komfortzone nach Belieben.

Jede Überwindung bringt dich einen Schritt näher und steigert zugleich deine Kontrollüberzeugung.

Kontrollüberzeugung: Mit Spaß und Sicherheit zum Erfolg

Unter diesem Begriff verstehen wir, wie groß unser Glaube an die eigene Kontrolle in einer jeweiligen Situation ist.

Kontrollüberzeugung entscheidet wie wir Ergebnisse wahrnehmen.

Mit einem großen Gefühl der Kontrolle, suchen wir bei Niederlagen die Schuld bei uns selbst. Bei einem Mangeldenken hinsichtlich der Kontrolle neigen Menschen dazu die Schuld weit von sich wegzutragen. Auf einmal sind die Politiker, Arbeitgeber oder gar Flüchtlinge die Schuldigen.

Mir hat mal ein Familienvater erzählt: „Ich würde ja gerne arbeiten, aber die Politik in diesem Land lässt es nicht zu.“

An diesem Punkt habe ich aufgehört zuzuhören. Ein typisches Beispiel für limitiertes Denken. Lieber suche ich nach Ausreden und Schuldigen als dass ich beginne etwas umzusetzen. Diese Einstellung macht mich wirklich traurig. Denn nur mit der Umsetzung beginnst du deinen Kontrollbereich zu erweitern – Stück für Stück. Bis du in deinem Leben unabhängig agierst ist es möglicherweise ein langer Weg.

Doch es lohnt sich!

When you start to make things happen, you begin to believe that you can make things happen. And that makes things happen.

– Davin Allen, Autor von Getting Things Done*

So einfach ist es.

Kontrolle verlieren und zurückerobern

Anfang 2017 war ich in einer Lebenssituation, in der vieles fehlte. Nachdem ich zuvor einiges verloren hatte, begann in mir ein Umdenken. Plötzlich bemerkte ich, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe.

Keine Ahnung, warum ich das vorher nie dachte.

Auf einmal wusste ich: Ich bin in der Lage, die Kontrolle über mein Leben zurückzuerlangen. Meine Ziele waren also gesteckt. Nun lag ein Haufen Arbeit vor mir. Gepaart mit etlichen Stunden an Produktivität.

Natürlich erarbeitest du dies nicht in einer Woche. Doch mit jeder produktiven Stunde wächst dein Kontrollbereich. Mit jedem verdienten oder gesparten Euro gehst du einen Schritt weiter Richtung finanzieller Sicherheit und Freiheit. Unabhängigkeit entsteht und plötzlich hast du dein Leben in der eigenen Hand. Jede einzelne Sekunde.

Leider sehen viele Menschen diese Chancen nicht.

Von Ausreden und negativen Glaubenssätzen geblendet, gelangen sie selten in die Umsetzung. Auf diese Weise entsteht garantiert kein Kontrollgefühl, geschweige denn ein selbstbestimmtes Leben.

Was tun?

Lediglich das Gegenteil von all dem!

Wie du deine Kontrollüberzeugung steigerst

Im Grunde gibt es verschiedene Wege.

Dabei geht es jedoch immer um Wachstum. Gehst du täglich kleine Schritte, fällt dir dein Fortschritt vermutlich gar nicht auf. Doch alle paar Wochen wird dir dein Vorankommen bewusst. Aus Erfahrung verspreche ich dir: Es ist ein sehr schönes Gefühl!  

Vorab: Natürlich musst du Zeit und Energie investieren.  Etwas Arbeit ist notwendig und Überwindungen sind unumgänglich.

Also Augen zu und voran!

Weg 1: So vergrößerst du deine Komfortzone

Deine Komfortzone zu erweitern hört sich in der Theorie recht einfach an. Dazu brauchst du nicht mehr zu tun, als dich dem zu stellen, was dir unangenehm ist oder gar Angst macht. Auch Reisen in unbekannte Gebiete verleihen dir mehr Sicherheit und erweitern deinen Horizont.

Oftmals stellen wir dann im Anschluss fest, dass die Angst unbegründet war.

So bin ich zum Beispiel auch in meinem Job vorgegangen. Derzeit arbeite ich in einem Jobcenter und als Quereinsteiger war es anfangs nicht leicht, die Sozialgesetzbücher zu verstehen bzw. Kundenanliegen zu klären. Ob es jetzt am Anliegen oder am Kunden selbst lag, sei mal dahingestellt. Dabei muss ich betonen, dass 98% unserer Kunden wirklich sehr angenehme Menschen sind. Doch Ausnahmen gibt es immer.

Jedes Mal wenn ich also kurz vorm Kundenaufruf ein ungutes Gefühl hatte, nahm ich mir den Fall an. Bis heute konnte ich noch jeden Fall klären.

Meine Angst war also oftmals unbegründet.

Nach wenigen Wochen fühlte ich bereits eine ausreichende Sicherheit und das Kundengespräch wurde langsam zur Routine.

Mache jeden Tag etwas wovor du Angst hast

– Eleanor Roosevelt

Gehe es ruhig langsam an und deine Komfortzone sowie dein Sicherheitsgefühl wachsen von ganz alleine.

Ich mag die Theorie. Doch Praxis ist einfach alles.

Weg 2: Durch Produktivität den Kontrollbereich erweitern

Der zweite Weg dein Gefühl der Kontrolle zu vergrößern ist also die Produktivität.

Selbstbestimmte und eigens ausgesuchte Produktivität versteht sich. Aus eigener Erfahrung kann ich dir versichern, dass selbstbestimmte Produktivität extrem glücklich macht.

Es schenkt dir viel Freude und mit der Zeit stellen sich erste Erfolge ein. Obendrauf bemerkst du kontinuierliche Fortschritte in deinem Alltag. Schließlich führt dein Lebensweg in die Richtung, in die du deine Aufmerksamkeit lenkst.

Mit dem richtigen Fokus auf die Produktivität, kommt das Glück in dir von ganz alleine! 

Vergiss nie wo du herkommst. Noch wichtiger ist es jedoch zu wissen, wo du hinmöchtest.

Täglich produktiv sein: 2 Methoden wie du beginnst

Hast du schon mal von „Eat That Frog“ gehört? Das bezeichnet eine Arbeitstechnik. Oder eher gesagt ein Prinzip. Genaugenommen heißt es, dass die unangenehmste Aufgabe des Tages als erstes zu erledigen ist. Es gibt viele produktive Menschen, die von dieser Methode schwärmen und in ihren Alltag eingebunden haben. Ich habe es ehrlich gesagt noch nie probiert.

Alternativ gehst du den umgekehrten Weg: Fange mit einer Aufgabe an, auf die du gerade so richtig  Lust hast.

Warum unnötig den Impuls verschwenden?

Meiner Meinung nach entstehen die besten Arbeiten impulsiv. Insbesondere was die Textarbeit angeht, beginne ich das Schreiben immer mit einem Freewriting. Für ein paar Minuten schreibe ich nur das nieder, was gerade in meinem Kopf vor mir geht. Bist du erstmal im Flow angekommen, entstehen deine besten Texte.

Ähnlich ist es bei vielen anderen Aufgaben.

Selbst eine stumpfe Aufgabe, die keinerlei Kreativität und nur wenig Aufmerksamkeit bedarf, sind schneller sowie effizienter erledigt, wenn uns die Aufgabe in dem Moment Spaß macht.

Klingt eigentlich recht logisch, denke ich. 

Beginne also mit einer Aufgabe, auf die du richtig Lust hast. Danach fällt es dir sicherlich, um einiges leichter weitere Aufgaben zu starten.

Probiere doch ruhig mal beide Methoden aus. Sei es „Eat That Frog“ oder die gegenteilige Variante.

Nennen wir es einfach mal die „Eat Whatever You Want And Enjoy Your Productivity“-Methode.

Kontrolle durch Bildung & Fähigkeiten

Dieser Abschnitt dreht sich voll und ganz um das Humankapital.

Also um das, was du kannst und weißt, um es vereinfacht auszudrücken. Bist du der beste Redner, Arzt (oder was auch immer…) suchst du dir deine Auftrag- oder Arbeitgeber (oder Patienten) eigens aus. Du hast die volle Kontrolle über dein Berufsleben bzw. Selbstständigkeit gewonnen!  

Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss.

Erst dann beginnt das eigentliche Lernen. Denn nun suchst du dir deine eigene Bildung aus. Schluss mit dem veralteten vorgegeben Quatsch. Nun hast du die Kontrolle über dein Wissen. Du suchst dir deine Richtung selbst aus und lenkst alle Aufmerksamkeit darauf.

Bis du schließlich die volle Kontrolle erlangst. Sei der Beste auf deinem Gebiet.

Naja, es reicht auch, wenn du so gut bist, dass niemand über dich hinwegsehen kann.

Motivation und Kontrolle im Zusammenspiel

Wenn wir ein Gefühl der Kontrolle haben steigt zudem die Motivation.

Logisch.

Wenn wir etwas in unserer Hand haben, fühlen wir uns selten machtlos. Doch wenn die Entscheidung außerhalb unserer Kontrollbereichs liegt und uns betrifft, sieht die Sache schon anders aus.

Bei Studien ist aufgefallen, dass unser Gehirn regelrecht desinteressiert ist, wenn wir Aufgaben erledigen, ohne ein Gefühl der Kontrolle zu haben. Schlussfolgernd genießen wir was wir tun solange wir die Kontrolle darüber haben.

Motivation is triggered by making choices that demonstrate to ourselves that we are in control

– Charles Duhigg, Autor von Smarter, Faster, Better*

Wenn wir etwas machen, was wir gut können haben wir ein großes Gefühl der Kontrolle.

Bei etwas Unbekannten hingegen ist es anders. Viele sträuben sich oder haben gar Angst, fremde Gewässer zu betreten. Dabei ist genau dieser Punkt so wichtig. Nur auf diesem Weg erweiterst du deine Komfortzone. Deine Schritte müssen nicht groß sein. Entscheidend ist, dass du überhaupt welche setzt.

Sprich: Durch regelmäßiges lernen, trainieren oder Projektarbeiten steigt unser Sicherheitsgefühl. Bis wir schließlich die volle Kontrolle über die Situation ausüben. Vielleicht ist der Weg dorthin nicht immer einfach.

Ein schönes Leben zu führen ist schwer. Doch ein einfaches Leben ist nicht so schön.

Was suchst du dir aus?

Fazit

Für mich ist die volle Kontrolle enorm wichtig.

Natürlich kommt es auf den Einzelfall an, wie viel Kontrolle wirklich notwendig ist. Für mich persönlich ist erst die Freiheit erlangt, wenn ich keinen Arbeitgeber mehr habe, passiv ausreichend viel Geld verdiene und mir meine Zeit in jeder Minute frei einteilen kann. Das ist aber nur meine Sicht.

Vielen gefällt ihr Beruf (mich zurzeit eingeschlossen) und da spricht überhaupt nichts dagegen. Mich freut es, wenn Menschen ihrer Arbeit mit Freude nachgehen. Wie du in diesem Artikel gelesen hast, bekommst du auch ein großes Kontrollgefühl, wenn dir deine Arbeit Spaß macht.

Und genau darum geht es doch im Leben, oder? 🙂

Jetzt interessiert mich natürlich noch deine Sicht: Wann hast du zuletzt deinen Kontrollbereich erfolgreich vergrößert und was hast du dafür getan?

Schreibe es in die Kommentare und lass uns daran teilhaben!

Über den Autor

Kevin Manthey

Steht auf Optimierungen und mag es produktiv zu sein. Manchmal aber auch nicht. In seinem Blog erfährst du, ob er in letzter Zeit wirklich produktiv war oder schon wieder die Zeit verschwendet!

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