Produktivität

Morgenroutine: The Magic Two Hours Which Boost Your Life To The Maximum

Morgenroutine für Produktivität
Veröffentlicht von Kevin Manthey

Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch so gut wie jede erfolgreiche Persönlichkeit besitzt eine eigene sinnvolle Morgenroutine. Zwischen ein paar Minuten bis hin zu einem mehrstündigen Start in den Tag ist alles dabei. In diesem Artikel lernst du meine persönliche Morgenroutine kennen.

Erfahre außerdem, warum ein geregelter Ablauf am Morgen so wichtig ist und wie auch du eine Morgenroutine in deinem Alltag etablierst!

Keine Morgenroutine ist auch eine Routine

Im Grunde besitzt doch jeder schon eine Morgenroutine. Bei manchem beschränkt es sich auf Zähneputzen. Andere lesen Zeitung oder gucken Fernsehen, während sie dabei Candy Crush spielen. Wenn du der Meinung bist, dass es sich lohnt dafür aufzustehen: nur zu. Es ist und bleibt deine Entscheidung – jeden verdammten Tag.

Wenn du hingegen dein Leben so gestalten möchtest, wie es sich jeder erträumt, dann musst du Dinge umsetzen, die niemand machen will. Klingt logisch oder? Erfolg hat nichts mit Glück zu tun, sondern basiert in der Regel auf Willensstärke, Hartnäckigkeit und Umsetzung. Um über Hürden zu springen, brauchst du Anlauf.

Verdammt viel Anlauf.

Ich möchte dich dazu inspirieren, deine eigene Morgenroutine zu überdenken und nach deinen Wünschen gestalten.

„Stell dir vor du wachst auf“

Wie schon geschrieben, hat ausnahmslos jeder Mensch hat eine Morgenroutine.

Viele lassen sich dabei schon in den ersten Minuten vom Smartphone in Form der Sozialen Netzwerke steuern. In seinem Buch „Stell dir vor, du wachst auf“ stellt Michael CURSE Kurth (ja, der Rapper) seine Methode der Morgenroutine vor und erklärt unter Anderem, welch immens negativen Einfluss die Nutzung deines Smartphones am Morgen auf dich ausübt.

Schaffe dir einen „freien Raum“ und beginne, deinem Tag selbst eine Richtung zu geben.

Dies ist nur ein kleiner Schritt. Wenn du erst einmal realisiert hast, wie schön ein ruhiger Morgen sein kann, hast du auch gar kein Verlangen mehr, schon direkt am Morgen die aktuellsten Neuigkeiten zu entdecken.

Keine Sorge: In der Regel verpasst du nicht viel. Falls gestern die Welt untergegangen ist, erfährst du das sicherlich auch ohne Facebook-Feed.

Warum eine Morgenroutine so wichtig ist

Gehirne arbeiten so effizient wie nur irgend möglich. Dabei nutzen wir unsere Gewohnheiten und Routinen, um Kraft zu sparen. Einmal etabliert, fällt es schwer aus diesem Muster auszubrechen. Denn eine Gewohnheit umzukrempeln bedarf großen Kraftaufwand. Das gilt für schlechte sowie gute Gewohnheiten gleichermaßen.

Mithilfe einer strukturierten Morgenroutine mit nützlichen Elementen, nutzt du diesen Effekt positiv und sorgst jeden Morgen für stetiges Wachstum. Letztlich entscheiden also unsere Gewohnheiten über unser gesamtes Leben.

Durch meine Erfahrung habe ich gelernt, dass morgens der beste Zeitraum ist, um neue Gewohnheiten zu etablieren.

Vorteile auf einen Blick

Mithilfe einer vernünftigen Morgenroutine machst du schon einen großen Schritt in die richtige Richtung. Denn so bekommst du die Gelegenheit zu wachsen, bevor der Rest der Welt erwacht. Folgende Liste ist sicherlich nicht vollständig, doch bietet bereits einen guten Überblick der Vorteile.

Letztlich entscheidest du, wann deine Morgenroutine beginnt.

Ich habe mich für 5 Uhr morgens entschieden, da der Rest der Welt (zumindest in dieser Zeitzone) noch schläft und man somit ungestört bleibt. Natürlich kannst du auch um 11 Uhr aufstehen und deine Routine starten. Das hängt ganz von deinen Vorlieben ab.

Wie ich mit der Umsetzung begann

In den letzten Monaten habe ich bereits einiges ausprobiert, Elemente ausgetauscht oder komplett neu aufgesetzt. Ein dynamischer Prozess, bei dem das Lesen der wesentliche Bestandteil ist und bleibt.

Ursprünglich begann ich früh morgens zu lesen, da ich es am Nachmittag nie „geschafft habe“. Zeit war zwar reichlich vorhanden. Doch mir fällt es schwer, diese Dinge in meinen Tag einzubinden, wenn ich mich schon in der Produktivitätszone befinde. So kam ich durch Jeremy Feyh von Mehr Geschäft auf die Idee, jeden Morgen Bücher zu lesen.

Eine Garantie für einen stetigen Zuwachs an Wissen – KLUW. Leicht fiel es mir natürlich nicht. Nach einigen Wochen jedoch bemerkte ich schon einen deutlichen Unterschied.

Um meine Morgenroutine sowie alle damit verbundenen Effekte darzulegen, sprengt den Rahmen dieses Artikels. Von daher gebe ich dir hier einen groben Überblick, was, wie und warum ich das jeden Morgen machen. Zu den einzelnen Elementen meiner Morgenroutine erscheinen sicherlich in naher Zukunft detaillierte Artikel.

Meine Morgenroutine im Überblick

  • Ein großes Glas Wasser mit Zitronensaft und Himalaya Salz
  • Ein Bullet Proof Coffee mit guter Weidebutter und Brain Octane Öl
  • 1 Kapitel im englischen Buch inkl. 10 Minuten lauten Vorlesen sowie 1-2 Kapitel eines deutschen Buches
  • HIIT in Form des Tabata-Trainings
  • Wiederholung meiner Japanisch-Karteikarten nach dem Leitner Prinzip
  • 5-10 Minuten Meditation
  • Dusche inkl. kaltem Abduschen

Ich und Disziplin?!

Okay, ich gebe es zu.

Das klingt auf den ersten Blick erst einmal sehr aufwendig. Meine Kollegin bezeichnete mich gar als verrückt und sagte „du bist ganz schön diszipliniert“, als ich ihr davon erzählte. Ich und Disziplin? Ich hätte nie gedacht, dass jemand mal mich mit dieser Vokabel in Verbindung bringt.

Doch sie hat wohl recht.

Durch eine Morgenroutine gibst du deinem Tag eine klare Struktur. Letztlich stärkt dies deinen Disziplinmuskel ungemein und das Beste daran: es fällt unglaublich leicht. Zumindest nach einer gewissen Gewöhnungszeit. Dazu muss ich erwähnen, dass es mir wirklich Spaß bereitet. Andererseits würde ich drauf verzichten.

Wenn ich morgens um 7 Uhr im Büro erscheine, bin ich topfit. Ich fühle mich bereit für den Tag und bemerke es vor allem im Kundengespräch. Früher stand ich auf, ging duschen, fuhr in letzter Minute („pünktlich“) zur Arbeit. Nach etwa 2 Stunden bin dann erwacht.

Die Morgenroutine ist wahrlich ein zuverlässiger Boost für deinen gesamten Tag.

Wie du dir deine eigene Morgenroutine baust

In meinem Artikel „Früh aufstehen“ erkläre ich, wie ich mich Stück für Stück an das Aufstehen um 05:00 Uhr gewöhnt habe. Vorweg kann ich dir sagen, dass ich als ehemaliger Spätaufsteher angefangen habe den Morgen zu lieben. Um 15:00 Uhr aufzustehen war zwar nicht die Regel, dennoch keine Seltenheit.

Wenn ich es schaffe, dann schaffst du es erst recht!

Dabei ist es immens wichtig, dich nicht zu übernehmen. Zwar mag es noch den ersten Tag Spaß machen, um 5 Uhr morgens den Wecker hochmotiviert auszuschalten. Doch der zweite Tag in Folge raubt vielen schon wieder den ganzen Spaß. Taste dich ruhig langsam an die gewünschte Uhrzeit ran.

Jede Woche eine viertel oder halbe Stunde früher aufstehen ist ein guter Beginn.

Nimm mich und andere Frühsteher nicht als Maßstab, sondern als Vorbild.

Okay, ich will mich hier keineswegs als Vorbild positionieren. Was ich damit sagen will: Auch ich habe langsam begonnen und hätte ich direkt jeden Tag meinen Wecker auf 5 Uhr gestellt, würde ich noch heute bis in den Nachmittag schlafen.

Dies gilt übrigens nicht nur fürs Frühaufstehen. Immer wenn du eine neue Gewohnheit etablieren möchtest, ist es wichtig, klein anzufangen und dich in kleinen Schritten zu steigern.

Weitere Inspiration für deinen Start in den Tag

Die Basis deiner Morgenroutine lieferst du selbst. Doch es schadet nicht, sich an anderen zu orientieren. So wählst du mit der Zeit die Elemente aus, die wirklich zu dir passen. Daher gibt es keine Vorlage oder Bauplan für einen guten Start in den Tag. Schließlich hängt es von vielen persönlichen Umständen ab. Folgende Morgenroutine liefern dir weitere Ideen!

The Magic Two Hours Which Boost Your Life To The Maximum

Zum Ende kommen wir noch auf die Überschrift zurück.

Du erkennst schon: meine Morgenroutine nimmt zwei Stunden in Anspruch. Das bedeutet keinesfalls, dass mein Tag zwei Stunden weniger hat. Im Gegenteil: ich habe das Gefühl, dass ich durch diese zwei Stunden weitaus mehr vom Tag habe. Meine Produktivität der letzten 2 Jahre ist in der Hinsicht wohl ein guter Indikator.

Doch warum nenne ich meine Morgenroutine eigentlich „The magic two hours”?

Gute Frage.

Irgendwann habe ich mal 2 Karteikarten mit einer neuen Variante der Morgenroutine beschrieben. Auf die Rückseite schrieb ich diese englischen Worte. Leider in falscher Reihenfolge. Zum Glück ist es nur die Rückseite.

Durch die Umstellung meiner Morgenroutine habe ich indirekt mein Leben verändert. Zumindest hat es die Lawine ins Rollen gebracht. Anfangs mit Kaffee und Buch im Bett – heute mit einem ganzen Programm im Wohnzimmer. Ich kann jedenfalls ohne nicht mehr und fühle mich unvollständig, wenn ich das Haus verlasse, ohne dass ich Zeit in mich selbst in Form meiner Morgenroutine investiert habe.

Ich hoffe, dass du dich inspiriert fühlst und dir deine eigene Morgenroutine mit sinnvollen Elementen füllst. Natürlich freue ich mich über dein Feedback in den Kommentaren. Erzähl mir von deinem Start in den Tag und welchen Einfluss es auf den Leben hat!

Wie dieser Artikel entstand

Es war ein Sonntagmorgen, an dem ich um kurz nach 5 Uhr aufstand. Nach meiner soeben beschriebenen Morgenroutine begab ich mich auf einen Spaziergang durch die Nienburger Innenstadt und genoss die ersten Sonnenstrahlen eines kalten Novembertages am Weser-Wall. Eine unglaublich schöne, ruhige und vor allem menschenleere Atmosphäre. Perfekt, um Kraft für den Tag zu sammeln. Zuhause angekommen, schnappte ich mir eine zwei Tassen Kaffee und schrieb diesen Text innerhalb von zwei Pomodoro Einheiten nieder.

Ein Beweis, wie produktiv dich die Morgenroutine macht!

Über den Autor

Kevin Manthey

Steht auf Optimierungen und mag es produktiv zu sein. Manchmal aber auch nicht. In seinem Blog erfährst du, ob er in letzter Zeit wirklich produktiv war oder schon wieder die Zeit verschwendet!

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Morgenroutine: The Magic Two Hours Which Boost Your Life To The Maximum

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