Wachstum

Stillstand

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Veröffentlicht von Kevin Manthey

Wer aufhört zu wachsen, beginnt zu sterben.

Lass den Stillstand hinter dir und heiße den Fortschritt willkommen.

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Stillstand ist Rückschritt (und gegen die Natur)

Die Zellen im menschlichen Körper werden fortlaufend erneuert. Das durchschnittliche Alter der Atome, die wir mit uns rumtragen, beträgt ca. 7 Jahre. Manche Zellen halten nur wenige Tage, während wir andere jahrzehntelang mit uns rumtragen.

Das bedeutet, du bist nicht mehr der Mensch, der du vor ein paar Jahren warst. Weiterhin hast du die Möglichkeit, dich von deinen Gewohnheiten, Denkmustern und Ansichten zu befreien.

Wachstum ist ein Naturgesetz. Wer sich dem widersetzt, endet im Stillstand.

Deine täglichen Gedanken sorgen dafür, wer du in Zukunft sein wirst. Wenn du laufend an Mangel oder Neid, an deine Ängste oder all die Alltagsprobleme denkst, entwickelst du dich genau in diese Richtung. Du ziehst den Mangel förmlich an. Unser Unterbewusstsein ist empfänglich für all die Gedanken, die du hegst. Es weiß schlichtweg nicht, was gut oder schlecht ist, sondern nimmt alles auf, was dir durch den Kopf geht.

Im Laufe des Tages haben wir 60.000 – 80.000 Gedanken. Ca. 95 Prozent davon finden unbewusst statt. So nimmt dein Unterbewusstsein steten Einfluss auf dich, deine Gedanken und somit deine Außenwelt.

Wenn wir also Jahr für Jahr die gleichen Mängel in unseren Körper einbauen, sind wir selbst schuld

Charles F. Haanel

Noch schlimmer: Unser Gehirn, genauer gesagt das RAS (später mehr dazu) filtert Erkenntnisse aus, die nicht zur gewohnten Denkweise passt.

So erreichen uns meist nur die Eindrücke, die wir verinnerlicht haben.

Nehmen wir als Beispiel ein Auto. Du hast dieses Modell zuvor nie wahrgenommen. Nun kauft sich jemand in deinem Umfeld genau dieses Fahrzeug. Auf einmal begegnen dir im Straßenverkehr lauter Autos dieses Modells. Vielleicht sogar noch in der gleichen Farbe. Doch beim Blick auf das Kennzeichen fällt dir auf, es ist ein anderes.

Plötzlich ist dieses Auto in dieser Farbe wichtig für dein Unterbewusstsein geworden. Schließlich kennst du jemanden, der dieses Auto fährt. Das liegt nicht daran, dass es vorher nicht auf den Straßen unterwegs war.

Warum wir dieses Modell nun wahrnehmen, liegt an unserem RAS. Diese Information erscheint nun relevant genug, dass es dein Gehirn nicht weiter ausfiltert.

Übertragen auf dein Leben bedeutet dies, dass du die Ereignisse in dein Leben ziehst, mit denen du dich im Vorfeld laufend beschäftigt hast.

Denkst du überwiegend an deine Probleme, so werden sie dir stetig begegnen. Wenn du glaubst, dass ein vermögender Mensch immer böse ist, so wirst du nur boshafte reiche Menschen wahrnehmen.

Du bist in deinen Glaubenssätzen gefangen und es wird höchste Zeit, den Stillstand hinter dir zu lassen.

Was der Stillstand mit uns macht

Änderungen sind eine schwere Entscheidung.

Noch schwerer ist es bei der Entscheidung zu bleiben und positive Änderungen eigenwillig herbeizuführen. Vielen Menschen fällt es leichter, sich das Leben von anderen Menschen vorschreiben zu lassen.

Das ist nicht verwerflich. Das zu tun, was innerhalb unserer Komfortzone liegt, ist einfach und viele Menschen möchten ein einfaches Leben.

Dabei solltest du jedoch bedenken, dass zu einem schönen Leben harte Entscheidungen zählen. Du kannst die Möglichkeiten nicht ausleben, wenn du dir von der Gesellschaft deinen Lebenslauf vorschreiben lässt.

Es ist leicht, in Fußstapfen zu treten. Wenn du mit diesem Lebensweg zufrieden bist, ist das schön und gut. Du solltest dir jedoch bewusst sein, dass du solange du keinen eigenen Plan für dein Leben hast, immer nach den Plänen von Dritten lebst.

Arbeitest du nicht an deinem eigenen Traum, so arbeitest du für den Traum eines anderen.

Auch wenn diese Entscheidung oftmals unbewusst getroffen wird, so bleibt es eine Entscheidung. Letztlich liegt die Entscheidungskraft in deiner Hand. Doch wenn du im Stillstand lebst und dich gegen die Weiterentwicklung wehrst, wird sich nichts zum Positiven ändern.

Menschen streben zwar einerseits danach, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern, sind aber andererseits oft nicht bereit, an sich selbst zu arbeiten, deshalb bleiben sie an die Verhältnisse gefesselt

James Allen

Nach und nach fühlen wir uns machtlos.

Wir suchen uns Feindbilder, die wir für unser Versagen verantwortlich sind.

Seien es die Politik, Konzerne, Reiche oder Menschen, die ihren Traum leben. Dabei beschränken sich die Meinungen meist auf die schlechten Aspekte. Hör endlich auf jemanden die Schuld zu geben und gehe mit der Zeit: Das heißt Wachstum anstreben und Stillstand meiden.

Ursache & Wirkung

Unsere Lebensumstände ändern sich nicht, solange wir unser Leben nicht ändern. Wenn wir über Jahre hinweg die gleichen Gedanken mit uns tragen, ist der Stillstand vorprogrammiert.

Klar, Veränderungen liegen außerhalb der Komfortzone. Es fällt leicht ein einfaches Leben im Stillstand zu führen. Es ist einfach seine Lebenszeit an Arbeitgeber zu verkaufen und am Abend vor dem Fernseher zu sitzen. Es fällt leicht, sich ungesund zu ernähren und die Sporteinheit auf morgen zu verschieben. Es ist auch verdammt leicht den ganzen Tag zu konsumieren, ohne etwas Eigenes zu produzieren.

Aber sind wir mal ehrlich: Ist das wirklich ein schönes Leben?

Zu einem schönen Leben gehören schwere Entscheidungen. Rückschläge. Eine schier unübersichtliche Anzahl an Fehlern. Erlebnisse, die dich wachsen lassen und das Leben nachhaltig zum Positiven prägen.

Jeder Gedanke ist eine Ursache und jeder Zustand ist eine Wirkung. Ändere deine Gedanken und du änderst dein Schicksal.

Joseph Murphy

Dem Stillstand entgegenwirken

Unser Gehirn ist konzipiert, um sich stetig weiterzuentwickeln. Gedanken entstehen im Verstand und beeinflussen die Emotionen. Durch Emotionen prägen sich die Eindrücke im Gehirn ein und beeinflussen somit wiederum unsere Gedanken.

Um Einfluss auf unseren Verstand zu nehmen, ist es wichtig die Gedanken unter Kontrolle zu haben. Tun wir das nicht, so manifestieren sich die Gedankengänge Jahr für Jahr weiter in uns. Stillstand ist das Resultat.

Um den Stillstand zu entkommen, ist es enorm wichtig die Kontrolle über die Gedanken zurückzugewinnen. Im Laufe des Tages denken wir etwa 60.000 Gedanken.

Jeder einzelne Gedanke hat eine biochemische Reaktion zur Folge.

Davon spielt sich der Großteil im Unterbewusstsein ab. Unser Unterbewusstsein ist stets aktiv und nimmt jeden Einfluss wahr. Selbst wenn wir es nicht mitbekommen arbeitet es stetig weiter. Tragen wir nun in unserem Bewusstsein laufend schlechte, kontraproduktive Gedanken mit uns rum, prägt sich das in das Unterbewusstsein ein. Was die Prägung unserer Gedanken und somit der Emotionen zu Folge hat.

„Positives Denken“ wird oftmals lächerlich geredet. Doch letztlich ist es der einzige Weg zu einem glücklichen Leben positive Gedanken mit uns rumzutragen. Denken wir stets an den Mangel im Leben oder an die Angst, die wir verspüren, so ziehen wir diese erst recht in unser Leben.

Das Unterbewusstsein kann nicht entscheiden, was gut oder schlecht ist. Daher ist es unabdingbar, dass du dir eine positive Umgebung in deinem Leben schaffst.

Sich immer nur über die Ungerechtigkeiten auf der Welt aufzuregen ändert rein gar nichts. Es kostet Energie, die wir komplett verschwenden.

Warum also nicht auf die schönen Seiten des Lebens konzentrieren?

Mit Dankbarkeit zu einem besseren Menschen

Das bedeutet keinesfalls, dass du die Augen vor der Welt verschließen sollst. Stattdessen bist du dankbar, für das was du besitzt oder was du selbst bewegen kannst. Während du Dankbarkeit verspürst, bleibt kein Platz für negative Emotionen.

Konzentriere dich jeden Morgen auf 3-5 Dinge, für die du dankbar bist und dein Leben wird sich zum Positiven wandeln. Das kann auch etwas banales sein, wie der Sonnenaufgang oder frisches Trinkwasser aus dem Wasserhahn.

Versuche jeden Morgen etwas neues zu finden, wofür du Dankbarkeit verspürst.

Viele treiben sich zum Start in den Tag in den sozialen Netzwerken rum und suchen nach dem nächsten Skandal. Auch wenn wir es nicht merken, nimmt dies den ganzen Tag Einfluss auf uns. Mit der Zeit fühlen wir uns machtlos gegenüber Veränderungen und akzeptieren den Stillstand.

Starte mit einem Lächeln in den Tag und lass die Frustration bei Seite. Mit einer täglichen Dankbarkeitsübung beeinflusst du nachhaltig deine Gedanken und Emotionen.

Fokussiere dich auf das, was du wirklich verändern kannst.

Ein Open Mindset um Unwissenheit akzeptieren

Viele Menschen wollen um jeden Preis recht behalten. Selbst wenn sie keine Argumente auf ihrer Seite haben.

Egal.

Sie wollen einfach recht behalten.

Doch gerade in der heutigen Zeit, in der die Entwicklung stetig schneller voranschreitet. In Zeiten, in denen sich das Wissen weltweit rasant wie nie verbreitet, ist es vollkommen okay unwissend zu sein.

Niemand von uns hat nach dem Schulabschluss ausgelernt. Im Gegenteil. Erst nach dem wir die Schule, Ausbildung oder Studium hinter uns gelassen haben, ist es an der Zeit, die Bildung selbstbestimmt in die Hände zu nehmen.

50 % des Fachwissens hat sich nach 5 Jahren schon wieder erübrigt. Dieser Trend wird sich in Zukunft vermutlich weiter verstärken. Nicht zuletzt durch künstliche Intelligenz ergeben sich laufend neue Erkenntnisse. Eine Ausbildung oder ein Studium macht keinen Sinn, wenn du nicht bereit bist, weiterhin zu lernen.

Wer bildungstechnisch nicht offen gegenüber Neuem ist, lebt den Stillstand.

Open Minded bedeutet neuen Ideen, Konzepten und Erkenntnissen aufgeschlossen gegenüberzustehen. Nur weil du deine Meinung änderst, bist du kein schlechter Mensch. Leider möchte uns das die Gesellschaft einreden. Viel zu oft wird sich darüber beschwert, was Person X vor Monaten oder gar Jahren geäußert haben.

Dabei zählt es von absoluter Größe, seine Meinung fortlaufend anzupassen.

Mit einem Open Minded Mindset bist du auf dem richtigen Weg. Die Welt dreht sich fortlaufend weiter. Die Forschung kennt keinen Stillstand. Dem sollten wir uns anpassen.

Zitat Stillstand von MJ DeMarco

Eine Meinung spiegelt letztlich nur das wieder, was du in den letzten Jahren an Informationen gesammelt hast. Durch unser RAS (retikuläres Aktivierungssystem) sind wir für neue Sichtweisen schwerer zugänglich.

Daher ist der einzige Weg, sich stetig daran zu erinnern, dass wahre Intelligenz im Zugeben von Unwissenheit verborgen liegt.

Sei Open Minded und lebe den Fortschritt!

Ruhepausen ist kein Stillstand

Im Wachstum zu leben heißt nicht, dass du jede Sekunde produktiv verbringst.

Um dich stetig weiterzuentwickeln benötigen unsere Neurone ab und an Pausen. Wenn du jeden Tag am Lernen bist, gibst du deinen Neuronen keine Zeit, all die Erkenntnisse zu verarbeiten. Das Wachstum findet in den Pausen statt.

Doch falls dein Leben nur aus Entspannung und Pausen besteht, so bist du im Stillstand gefangen.

Wachstum ist keine Vorbestimmung

Dein Charakter ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis deiner letzten Jahre.

Erfolgreiche Persönlichkeiten wandeln sich nicht, weil es in ihren Genen liegt oder vorbestimmt ist. Im Gegenteil sie entziehen sich dem Stillstand und arbeiten kontinuierlich am Wachstum. 

Wenn dir also jemand sagt, du bist nicht mehr dieselbe Person wie früher:

Glückwunsch.

Du hast es geschafft dich weiterzuentwickeln, während die Gegenseite sich noch immer mit den gleichen Gedanken, Problemen und Sichtweisen beschäftigt ist und sich somit selbst im Weg steht.

Sieh es als Kompliment. Einfacher kann dir jemand seine Irrelevanz nicht erklären.

Über den Autor

Kevin Manthey

1 Leben als Digitaler Nomade. Ortsunabhängig arbeiten und selbstbestimmt leben.

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