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Leben auf Fuerteventura (als Digitaler Nomade)

Leben auf Fuerteventura als Digitaler Nomade
Veröffentlicht von Kevin Manthey

Auf Fuerteventura leben und nebenbei arbeiten hört sich wie ein Traum an. Als Digitaler Nomade habe ich 2 Monate auf der Kanarischen Insel verbracht und dort gearbeitet, wo andere Urlaub machen.

Doch war das eine gute Idee? Erfahre, ob sich Fuerteventura für Digitale Nomaden eignet und wie ich meine Zeit dort vertrieben habe.

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Informationen zum Ort Puerto del Rosario

Die Hauptstadt von Fuerteventura heißt Puerto del Rosario und liegt im Osten der Insel. Hier wohnen ca. 39.000 Einwohner (Stand 2018) von insgesamt ca. 120.000 Menschen, die auf Fuerteventura leben. Obwohl es sich um die zweitgrößte Kanarische Insel handelt, ist es im Vergleich Gran Canaria und Teneriffa (ca. 860.000 bzw. ca. 950.000 Einwohner) weitaus weniger besiedelt.

Leben in Puerto del Rosario Fuerteventura
Puerto del Rosario ist für die großen Steinmuscheln bekannt

Die Stadt ist ca. 10 Autominuten vom Flughafen entfernt. Natürlich gibt es in Puerto del Rosario auch einen Hafen. Hier legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt an. Trotz dessen ist die Stadt nicht von Touristen überlaufen, im Gegenteil. Der Ort ist belebt und dennoch sehr ruhig. Für digitale Nomaden besteht eine angenehme Atmosphäre, um in Ruhe produktiv zu sein.

Ich habe zwei Monate auf Fuerteventura gelebt. 4 Wochen im östlichen Stadtteil, direkt am Meer. Die anderen 4 Wochen habe ich am westlichen Stadtrand verbracht und konnte einige Ecken von Puerto del Rosario erkunden. Dabei war ich zu Fuß unterwegs.

Die Anmietung eines Autos ist in meinen Augen nicht erforderlich. Es sei denn, du möchtest mehr von der Insel entdecken. Ansonsten lässt sich das Leben ohne Auto bestreiten. Im Ort lassen sich sämtliche Einkäufe zu Fuß erledigen und Einkaufsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden. Die Supermarktkette HiperDino ist auf Fuerteventura weitverbreitet und Lidl ist ebenfalls vertreten.

Mitten im Stadtzentrum befindet sich ein kleiner Strand sowie das Kaufhaus Las Rotondas. Beides ist mehr als einen Besuch wert.

Ist ein Leben auf Fuerteventura für Digitale Nomaden geeignet?

In meinen Augen ja. Dennoch mag die Insel nicht für jeden geeignet sein.

Mit etwa 110.000 Einwohnern auf der Insel sind die Städte demnach überschaubar groß. Wer auf großen Trubel steht, dem wird es hier vermutlich zu ruhig sein. Als Digitaler Nomade empfehlen sich die Orte Puerto del Rosario sowie Corralejo.

Vor allem Corralejo hat laut Google Maps einige Coworking Spaces zu bieten. Allerdings habe ich mir aufgrund der Pandemie keine Spaces angeschaut und kann daher nicht viel zum Thema sagen.

Die Internetverbindung auf Fuerteventura ist stabil und ausreichend schnell für Down- und Uploads. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten auf Fuerteventura etwas günstiger als in Deutschland.

Auf Fuerteventura herrscht eine sehr entspannte und friedliche Atmosphäre. Die Sonne scheint fast durchgehend und bringt der Insel optimale Temperaturen. Es ist weder zu warm noch zu kalt.

Ich war in den Monaten April, Mai und Juni auf Fuerteventura und habe das Wetter als angenehm empfunden. Ein gutes Wetter eben um sich auf die Produktivität zu konzentrieren.

Zum Feierabend kannst du eines der vielen Restaurants oder Cafés besuchen, am Strand entspannen oder an der Küste spazieren gehen. Wer Cannabis mag, kann sich in einem der Social Clubs anmelden und dort Produkte beziehen.

Was ich auf meiner 2. Reise als Digitaler Nomade gelernt habe

Seit Anfang 2021 bin ich nun unterwegs. Nachdem ich 2 Monate auf Madeira war, für kurze Zeit nach Deutschland zurückkehrte, bin ich auf Fuerteventura gelandet.

Nach etwa einer Woche hatte ich mich bereits heimisch gefühlt. Im Gegensatz zur ersten Reise ging dies schneller. Mittlerweile fühlt es sich normal an, in einem Supermarkt einzukaufen und nicht alles verstehen zu können. Es ist auch normal geworden, täglich das Meer zu sehen. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich meine Reise nicht wertschätze oder genieße, eher im Gegenteil.

Ich bin dankbar, dass es mir möglich ist, verschiedene Orte weltweit bereisen und kennenlernen zu dürfen.

Dazu habe ich mittlerweile gelernt, an verschiedenen Arbeitsplätzen dauerhaft produktiv zu bleiben. Das war zu Beginn noch eine große Umstellung. Doch da ich im Jahr 2021 bisher an 6 verschiedenen Schreibtischen gearbeitet habe, komme ich damit immer besser klar.

Was sich zu meiner ersten Reise geändert hat, war mein Gepäck. Ich habe nun einen größeren Koffer und das Planen sowie Packen ist deutlich entspannter als zuvor. Jetzt brauche ich mir keine Sorgen mehr machen, dass ich unterwegs zu viel kaufe und nicht alles in den Koffer passt.

Projekttechnisch ist mir wieder mal bewusst geworden, wie wichtig das Projektmanagement ist. In den letzten Wochen bin ich von MeisterTask zu Asana gewechselt. Asana bietet einen besseren Überblick bei großen Projekten und weitaus mehr Möglichkeiten als MeisterTask.

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Nachdem ich die App schon für ein anderes Projekt in Verwendung hatte, bin ich nun komplett umgestiegen. Dabei habe ich ein weiteres Mal feststellen können, wie sehr eine gute Ordnung in der Organisation die Arbeit erleichtert.

Was habe ich gemacht?

8 Wochen sind viel zu schnell vorbei. Das habe ich bereits auf Madeira bemerkt.

In erster Linie mich auf die Produktivität fokussiert. Eine Freundin war schon sehr enttäuscht von mir als ich erzählte, dass ich bisher noch gar nicht am Strand war. 3 Wochen nach meiner Ankunft war es dann so weit und ich lag meine Strand-Sachen bereit.

Danach dauerte es nur noch wenige Tage, bis ich tatsächlich einen Tag am Strand verbrachte.

Ansonsten war ich auf vielen Spaziergängen. Direkt hinter meinem Haus befand sich eine Küste mit hohem Wellengang, an der ich oft vorbeigelaufen bin.

Leben auf Fuerteventura Meeresblick
Leben auf Fuerteventura – Täglich das Meer genießen

In meinen beiden Projekten ist nun endlich Ordnung eingekehrt und ich konnte gut vorarbeiten. Nebenbei habe ich als Freelancer Texte geschrieben und erstmalig auf Fiverr ein Angebot rund ums Texte schreiben platziert.

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In den letzten 4 Wochen habe ich mich zunehmend aufs Schreiben fokussiert.

Leider hatte ich bei der Anmietung meiner Wohnung nicht aufs Internet geachtet und so kam es, dass ich die zweite Hälfte meiner Reise ohne permanenten Internetanschluss verbrachte.

Nach 19 Tagen habe ich dann doch nach gegeben und bin zu Vodafone gelaufen. Dort habe ich mir für 15 € ein Sim Karte mit 20 GB Datenvolumen gekauft, damit ich zumindest in den letzten Tagen wieder vernünftig arbeiten konnte.

Fazit

Fuerteventura ist für die breiten Sandstrände und große Dünengebiete bekannt.

Ein optimaler Ort für Digitale Nomaden, die ihre Ruhe haben möchten und gerne für sich sind. Das Wetter ist weder zu heiß, um in der Wohnung zu arbeiten, noch zu kalt, um nicht draußen zu sein. Die Temperaturen reichen das ganze Jahr über aus, um am Strand zu entspannen und im Atlantischen Ozean etwas zu schwimmen.

Nebenbei ist Fuerteventura dank hoher Wellen ein beliebtes Reiseziel für Surfer. Zusammenfassend lässt sich sagen, Fuerteventura ist den Besuch mehr als wert. Genieße einen wunderbareren Ort mit positiver Atmosphäre, viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Über den Autor

Kevin Manthey

1 Leben als Digitaler Nomade. Ortsunabhängig arbeiten und selbstbestimmt leben.

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Leben auf Fuerteventura (als Digitaler Nomade)

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