Reisen

High auf Fuerteventura: 1 Blog über spanische Cannabis Social Clubs

Cannabis Social Clubs Fuerteventura Blog
Veröffentlicht von Kevin Manthey

Ein Cannabis Social Club auf Fuerteventura: High am Strand liegen, die Sonne genießen und dem Wellengang lauschen.

Klingt traumhaft?

War es auch.

Als Digitaler Nomade habe ich 2 Monate auf der Insel im Atlantischen Ozean verbracht und kam in den Genuss, kanarisches Weed zu konsumieren.

Doch war es wirklich so einfach, sich in einem Cannabis Social Club anzumelden und wie sieht überhaupt die rechtliche Situation aus?

Erfahre mehr in meinem Erfahrungsbericht.

Rechtliche Situation in Spanien

Fuerteventura gehört wie der Rest der Kanarischen Inseln zu Spanien. Somit greift die spanische Gesetzgebung, wobei die rechtliche Frage rund um Cannabis weiterhin offen ist.

Derzeit befinden sich die Betreibenden eines Cannabis Social Clubs in einem Graubereich. Ähnlich wie in der Niederlande gibt es keine klaren Gesetze.

Immerhin bist du als Konsument auf der sicheren Seite.

Solange du nicht auf offener Straße (oder am Strand) einen Joint rauchst, bekommst du wohl keine Probleme. Bereits in den 1970er Jahren urteilte der Oberste Gerichthof, dass Konsum keine Straftat ist.

Außerdem erlaubt es den Eigenanbau, sofern kein Handel mit den Produkten erfolgt.

Im Laufe der Zeit wurden die ersten Cannabis Clubs gegründet. Das gemeinsam angebaute Cannabis wurde unter den Mitgliedern verteilt.

Sie argumentierten, dass es sich somit um einen privaten Personenkreis handelt und damit keine Straftat darstellt.

Dennoch besteht in den Clubs durchaus die Gefahr, dass plötzlich die Polizei vor der Tür steht. Betreiber agieren im Graubereich und können jederzeit mit einem Besuch der Behörden überrascht werden. Daher kommt es vor, dass manche Clubs nicht im Internet zu finden sind. Sie möchten schlichtweg so wenig Aufmerksamkeit wie möglich generieren.

Weiterhin gibt es feste Regeln, was den Cannabis Social Club angeht.

So müssen sämtliche Einnahmen im Club verbleiben. Ein Cannabis Social Club darf also keine Gewinne erzielen.

Stattdessen wird die Differenz, nach Abzug der Kosten der Cannabis-Produktion, in den Club investiert. Sei es in Inventar wie Möbelstücke oder technische Geräte wie Fernseher und Spielekonsolen.

Natürlich spiegelt sich das auch in den Preisen eines Gramms Cannabis wider.

Doch zu den Preisen später mehr.

Wie du ein Mitglied in einem Cannabis Social Club wirst

Im Internet lassen sich Berichte finden, dass Touristen abgewiesen wurden.

Das sollte dich aber nicht abschrecken, es trotzdem zu versuchen. Als erste Anlaufstelle dient Google Maps. Zumindest waren in meinem Ort, Puerto del Rosario, einige Cannabis Social Clubs eingezeichnet.

Ein paar von ihnen besaßen fremdsprachige Rezensionen, was ich als positives Zeichen empfand.

Entweder schreibst du eine E-Mail oder du läufst einfach mal vorbei.

In meinem Fall konnte ich 2 Clubs bereits aus einigen Metern Entfernung riechen. Beiden stand die Haustür offen und im Zwischenraum gab es typische Symbole zu entdecken.

Zwei andere Cannabis Social Clubs wiederum habe ich trotz Navigierung nicht gefunden, bzw. war mir aufgrund fehlender Nummernschilder nicht sicher, hinter welcher Tür sich der CSC versteckt.

Letztlich entschied ich mich für den Club, welcher am besten bewertet und von Ausländern rezensiert wurde.

Die Anmeldung in einem CSC

Nun stand ich also in dem Zwischenraum.

Ein Schild wies in 3 Sprachen (Spanisch, Englisch, Deutsch) auf die Klingel hin.

Sehr gastfreundlich.

Kurze Zeit später öffnete jemand die Tür. Ich entschuldigte mich auf Spanisch, dass ich kein Spanisch spreche und fragte nach Englisch.

Kein Problem.

Ich wurde reingelassen und durch den Club bis zum Tresen geführt. Dort gab es eine kurze Aufklärung. Im Anschluss füllte ich ein Formular aus, um die Mitgliedschaft zu beantragen.

Etwas Spanisch schadet an dieser Stelle nicht und es lohnt sich die Vokabeln für Wörter wie Unterschrift (la firma) oder Datum (la fecha) zu wissen, damit du nicht jedes Feld einzeln abfragen musst.

Wichtig: Um Mitglied zu werden musst du deinen Personalausweis oder Reisepass vorlegen und benötigst eine spanische Adresse. Da du jedoch keine Post erhältst, kannst du auch die Anschrift deiner Ferienwohnung oder des Hotels verwenden.

Außerdem ist eine Gebühr fällig. Ich hatte die Wahl zwischen 1 Jahr Mitgliedschaft für 20 € oder 6 Monate für 10 €.

Die Vorzüge einer Mitgliedschaft im Cannabis Social Club

Nachdem die formelle Teil abgeschlossen war, widmeten wir uns dem eigentlichen Grund.

Unter dem Tresen waren etwa 8 große Gläser mit verschiedenen Strains sichtbar. Darunter Sativa, Indica und Hybride Sorten. Ein Teil Indoor, ein Teil Outdoor. Zusätzlich gab es Ice-O-Lator (und zwischendurch auch mal Kekse).

Pro Tag war es erlaubt, 4 Gramm mitzunehmen.

Abgegeben wurde es in klassischer Weise mit Waage und Zip-Beutel. 1 Gramm war ab 6 € erhältlich, abhängig von Aufzucht und Sorte.

Hochwertigeres gab es für 8 bzw. 9 €.

Insgesamt waren es allesamt Strains, von den ich bis dahin noch nichts gehört hatte. Doch zumindest konnte mir der Ursprung erklärt werden. Darunter „Girls Scout Cookies“, welche mir dann doch bekannt war. Ich schnappte mir 2 g von Platinum Cookie sowie 1 g Slurricane, eine Packung Paper, ein Feuerzeug und machte mich auf den Rückweg.

Ab diesem Moment wurde mir erst klar, welch schöne Zeit mir bevorstand. Die Tage zuvor war ich noch recht müde von der Anreise und fühlte mich auf Fuerteventura noch nicht vollends angekommen.

Zwar war ich grundsätzlich zum Arbeiten dort, dennoch ist die Lebensqualität mit Cannabis nochmal auf einem ganz anderen Level.


Mehr über meine Zeit auf Fuerteventura

1) Leben als Digitaler Nomade auf Fuerteventura

2) 4 Wochen arbeiten ohne WLAN


Fazit

So kam es, dass ich den ersten Samstagabend high auf Fuerteventura verbrachte.

Die Tatsache, leichten Zugang zu sauberen Cannabis zu haben, gab mir einen enormen Motivationsschub und ich verbrachte in den folgenden Wochen die größte Zeit damit, produktiv zu sein.

Fast 4 Wochen nach meiner Ankunft habe ich es dann auch mal zum Strand geschafft.

Breit über die Insel zu laufen, das angenehme Wetter zu genießen und die Zeit dabei zu vergessen ist ein schönes Erlebnis. Insgesamt habe ich in der Zeit 11 verschiedene Strains getestet und bin rundum zufrieden mit der Erfahrung.

Wer Cannabis mag und die Möglichkeit hat, ortsunabhängig zu arbeiten bzw. Urlaub zu machen, sollte die Kanarischen Inseln mal besucht haben.

Es lohnt sich.

Über den Autor

Kevin Manthey

1 Leben als Digitaler Nomade. Ortsunabhängig arbeiten und selbstbestimmt leben.

Kommentieren

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

High auf Fuerteventura: 1 Blog über spanische Cannabis Social Clubs

Lesezeit: 5 min
0